David Sylvian. Fotografien.

30 04 2008

“flirtation” copyright DAVID SYLVIAN

Musiker die auch zum Fotoapparat greifen gibt es einige. Hin und wieder werden welche in den einschlägigen Fotomagazinen oder Feuilletons vorgestellt. Nicht alle erlangen hinter der Kamera die Berühmtheit wie Bryan Adams oder Lou Reed. Wollen Sie auch gar nicht. David Sylvians Fotografien sind mehr pragmatischer Natur und erzählen Geschichten des Alltäglichen. Sylvian ist als Musiker natürlich viel auf der Welt unterwegs, vielleicht zu oft nicht zu Hause… Auf der Webseite des früheren Japan-Mitglieds kann man seine Sicht der Dinge sehr gut nachvollziehen. In Tagebuchähnlicher Struktur werden dort die Fotos präsentiert. -> David Sylvian|Images




Wilhelm Research - Über die Haltbarkeit von Ausdrucken

28 04 2008

Der Amerikaner Henry Wilhelm, ein Fachmann der sogar von den Druckerherstellern selbst zu Rate gezogen wird, beherbergt auf seiner Homepage Wilhelm-Research kostenlos downloadbare Ergebnisse zu seinen Haltbarkeitstests von Foto - Ausdrucken. Wilhelm führt beschleunigte Lichtstabilitätstests durch. Sein 758 seitiges Standardwerk “The Permanence and Care of Color Photographs” ist ebenso als kostenloser Download erhältlich. Darüber hinaus gibt es zu vielen aktuellen Druckermodellen Auskunft über die Haltbarkeit der Prints auf verschiedenen Fotopapieren. Wer schon immer wissen wollte wie man eine ausgedruckte Fotografie richtig lagert, oder auf was man bei der Präsentation achten muss, so dass die Fotografie auch noch an die Urur-enkel weitergegeben werden kann, wird bei Wilhelm-Research fündig.




Durch den Regen…

21 04 2008

In Freiburg sollen heute 60 Liter/qm Regen gefallen sein. Jedenfalls war ich mit der regenfest ausgerüsteten G9 auf photowalk. Sehr angenehm wenn man sich im Regen einfach keine Sorgen um die Kamera machen muss und dabei Photos entstehen die man sonst nicht gemacht hätte. Regen hat eine eigene Atmosphäre.

Volvo | Powershot G9, ISO 80, f3.2

Regengut | Powershot G9, ISO 80, f2.8

Audi | Powershot G9, ISO 80, f3.5





Silkypix Developer Studio Plug-Ins & Buch

20 04 2008

Der RAW-Konverter Silkypix der Firma ISL (Ichikawa Software Laborities) erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. In Deutschland wird Silkypix vom Franzis-Verlag vertrieben. Besitzer von Pentax DSLR Kameras kennen dessen Engine aus dem Pentax Software Labority welches zusammen mit den DSLR’s vertrieben wird. Nun gibt es für die Lightroom und Aperture Alternative zwei günstige Erweiterungen und ein Buch im PDF-Format.

  1. Silkypix ebook: Das englische PDF How-to von John Nevill ist eine preisgünstige (ca. 3,50€) alternative zum Silkypix Buch der Fotopocket-Reihe (14,95€) des deutschen Franzis Verlages.
  2. Silkypix Classic Tastes: (ca. 9,80€) Aged Photo, Antique, Antique Light, B&W High Contrast, B&W Solarize, Burnt Sepia, Cold Tone, Copper, Cross Processed Kodak, Cross Processed Agfa, Polachrome, Cyanotype, Golden, Lomo Velvia, Negative, Selenium 1 and Selenium 2. Als Plug-In einfach in den Ordner “defaultpresets” entpacken. (ca. 9,80)
  3. Silkypix Film Tastes: (ca. 9,80€) Ektrachrome 100, Kodachrome 25, Kodachrome 64, Kodachrome 200, Fuji Astia 100F, Fuji Provia 100F, Fuji Velvia 50, Kodak Porta 160, Fuji Superia Reala 100, Fuji Superia Xtra 800, Fuji Superia HG 1600, HP5, Tri-X, XP2, Neopan, CP Agfa, CP Fuji and CP Kodak Elite. Als Plug-In einfach in den Ordner “defaultpresets” entpacken. Eine gute & günstige Alternative zum wesentlich teureren DXO Film Pack (ca. 80€).

Silkypix mit Plug-In Preset “CrossProcessed AGFA” | Powershot G9

Alle drei Erscheinungen sind als Downloadprodukt auf EOS-Iamges erhältlich und per PayPal bezahlbar. Alle Plug-Ins laufen sowohl in der deutschen als auch in der englischen Version des Programms.




Fotografien von Linda McCartney

18 04 2008

Paul, Stella and James, Scotland, 1982

“Paul, Stella and James, Scotland, 1982″ by Linda McCartney

Die Londoner James Hayman Gallerie zeigt vom 25. April bis 19. Juli 2008 Arbeiten der Fotografin Linda McCartney, frühere Frau des Ex-Beatle Paul McCartney. Linda begann Ihre Karriere 1976 als Fotografin beim amerikanischen Rolling Stone. Wie Paul McCartney in einem Interview erzählt hatte Sie “ein sehr gewinnendes Wesen” was dazu beitrug dass Ihre Fotos sehr natürlich waren. “Wenn Linda fotografierte”, erzählt Paul McCartney, habe Sie das immer mit großem Respekt getan. Sie wollte “nicht stören, packte also Ihre Kamera aus, fotografierte, und steckte sie wieder weg”. Wer also Zeit und Lust hat und fotografisch nach Inspiration sucht…auf nach London.

Quelle: Aktuelle Ausgabe Vanity Fair




for your listening pleasure: NINE INCH NAILS “Ghosts I-IV”

18 04 2008

Creating Ghosts I-IV

photo courtesy of Nine Inch Nails Official

Die NINE INCH NAILS, eigentlich gar keine Band, haben ein neues Werk veröffentlicht. Schon lange gilt NIN eher als eine Art Projekt für die Kollaborationen um Trent Raznor. Bei dem gespenstisch anmutenden Titel “Ghost I-IV” ist unter anderem auch Adrian Belew (King Crimson) dabei. Das Doppelalbum wurde in nur zehn Wochen Studioarbeit produziert und beinhaltet ausschließlich Instrumentalstücke. Die Titel besitzen keine Namen, sondern wurden lediglich nach der Reihenfolge, in der sie auf dem Album erscheinen, durchlaufend nummeriert. Musikalisch bewegt sich Ghosts auf eigenem Terrain. Es ist teilweise von atemberaubender zeitloser Schönheit, gleichzeitig wirken einige Klangmalereien darauf sehr zerbrechlich. Die 36 Titel fliessen ineinander über, einige Kompostionen bestechen durch Ihren ungewöhnlichen Stilwechsel, vielschichtige Elemente vereinen sich, manche Sounds schweben gerade in den Klangraum hinein. Es ist schwer diese Musik zu umschreiben. Avantgarde. Arrangements aus dem Jazz. Piano. Electrosynthies. Gitarren. Rock. Vibraphones. Es ist sicherlich nicht übertrieben wenn ich behaupte dass Ghosts eines der besten und interessantesten Alben 2008 geworden ist.

Das Album wurde unter der Creative Commons Attribution Non-Commercial Share Alike Lizenz veröffentlicht, ist also als Dowload ohne DRM erhältlich. Auch zusammen mit dem kostenlosen Download bekommt man das 40 Seiten umfassende PDF “visual aesthetic accompaniments to the music from the recording process and the outside world.” Die darin enthaltenen Fotografien von Phillip Graybill und Rob Sheridan passen sehr gut zur musikalischen Stimmung…

Ich empfehle die 5$ Variante im Apple Losless Format (820kb/sec (!)), für HiFi und Headfi :-)




Schnittbildmattscheibe von Virtual Village II

12 04 2008

Die optionale Schnittbildscheibe von Virtual Village ist jetzt seit einiger Zeit im Einsatz. Nun, was gibt es zu berichten:

  • der Einbau ist erstaunlich unproblematisch.
  • der Fokus sitzt bei Verwendung von Non-AF Optiken sehr genau.
  • Ich kann keine Beeinflussung der Belichtungsmessung feststellen.

Pentax *istDL mit Pentacon 135mm (≈202,5mm Äqu. 35mm) bei f2.8

Für den Preis von unter 30€ eine Bereicherung, gerade für Pentaxfotografen mit Non-AF Objektiven. Ich benutze die Scheibe in Verbindung mit der Pentaxsucherlupe O-ME 53. Dadurch ist das Sucherbild 1,2x vergrößert, was die manuelle Scharfstellung nochmals sehr erleichtert.

Sucherlupe Pentax O-ME53 ebenfalls ca. 30€




Neu: Auch flickr mit Videoupload

12 04 2008

Am 21.01.08 berichtete ich von dem flickr-clon Ipernity, der neben dem Phototosharing u.a. auch die Möglichkeit des Videosharings bietet. Seit dem 09.04.2008 hat man bei der größten Community flickr nachgezogen. Wer einen kostenpflichtigen PRO-Account hat, kann Videos mit einer Maximallänge von 90sec. uploaden und der Community fortan zeigen.




Paul Weller. Neues Album am 2. Juni 2008 [VÖ Deutschland 30.05]

6 04 2008

Picture courtesy of paulweller.com

picture courtesy of paulweller.com

Paul Weller (Ex-The Jam,-Style Council) veröffentlicht am 2. Juni 2008 sein neues Album “22 Dreams”. Er sagte im britischen Mojo Magazin “…Letzten Herbst begann ich damit und es wird eine Mischung aus Soul und Rock’n'Roll werden. Darunter auch Folksongs, ein bisschen Psychedelic ,a classical piece` wie auch avantgardistisch freies Spiel beinhalten.”

Die Songs des Doppelalbums sind:

Disc One:

* ‘Light Nights’
* ‘22 Dreams’
* ‘All I Wanna Do (Is Be With You)’
* ‘Have You Made Up Your Mind’
* ‘Empty Ring’
* ‘Invisible’
* ‘Song For Alice’
* ‘Cold Moments’
* ‘The Dark Pages Of September Lead To The New Leaves Of Spring’
* ‘Black River’
* ‘Why Walk When You Can Run’

Disc Two:

* ‘Push It Along’
* ‘A Dream Reprise’
* ‘Echoes Round The Sun’
* ‘One Bright Star’
* ‘Lullaby Für Kinder’
* ‘Where’er Ye Go’
* ‘God’
* ‘111′
* ‘Sea Spray’
* ‘Night Lights’

“Night Lights” sowie “Cold Moments” kann man sich als kleinen Vorgeschmack unter der Url von Fabchannel schon einmal in einer Interpretation zusammen mit Steve Cradock von der letztjährigen Akustiktour “Variations Of A Dream” anhören. Die erste Singleauskopplung “Echoes Round The Sun”/”Have You Made Up Your Mind” wird am 26. Mai 2008 veröffentlicht. Paul hat das Album gemeinsam mit Noel Gallagher und Gem Archer von Oasis aufgenommen.

22 Dreams Limited Edition

“In songwriting terms, it’s the first Weller/Gallagher collaboration,” Weller told Uncut.
“Noel came down to the studio with this loop he’d never been able to do anything with. He played the bass and the piano and then Gem played guitar on top. It’s a top tune.”

Andere Gäste sind Graham Coxon, Little Barrie und ex-Stone Roses Gittarist Aziz Ibrahim.

paulweller

Paul Weller bei Wikipedia

Photo 2008 by Lawrence Watson click

Edit: Paul Wellers Bandmitglieder DAMON MINCHELLA, STEVE WHITE & SEAMUS BEAGHEN haben nebenbei ein neues Projekt: Trio Valore inc.




Mit der Canon Powershot G9 auf Exkursion

3 04 2008
Canon Powershot G9
G9 mit Richard Franiec’s Griff und Lensmate
Die Canon Powershot G9 ist eine der wenigen digitalen Kompaktkameras mit professionellem Anspruch. Sie bietet unter anderem:
  • einen 12.1 MP CCD-Sensor in der Größe 1/1.7″
  • RAW, JPG oder RAW/JPG kombiniert
  • einen RAW-Puffer-Speicher
  • ISO-Wahlrad auf der Oberseite
  • zwei individuell belegbare Speicherplätze mit Wahlrad auf Oberseite auswählbar
  • Intelligente ISO-Anhebung
  • ein sehr gutes optisch stabilisiertes Objektiv mit Kleinbildäquivalenter Brennweite von 35mm-210mm
  • eine Menge nützlicher Autofokusfunktionen
  • Mehrfeld-, Mittenbetont- und Spotbelichtungsmessung
  • Makro ab 1cm
  • Gesichtserkennung
  • Einen Hot Shoe für Blitz oder Zubehör
  • einen scharfen und brillanten 3″ LCD-Monitor
  • Einen optischen Sucher
  • Möglichkeit Konverter oder Filter zu verwenden
  • Spiegelreflexähnliche Bedienung
  • hauptsächlich Metallgehäuse
  • größtenteils in Schwarz gehaltenes unauffälliges Design

Dadurch wendet sich die G9 an den anspruchsvollen Amateur der seine SLR aus Gewicht- und Platzgründen zu Hause lassen möchte, aber dennoch auf die Flexibilität und einfache Bedienbarkeit einer SLR nicht verzichten kann, oder einfach nur unauffällige „Street-Photography“ machen möchte. Ich hatte meine neue G9 über einen dreitägigen Osterkurzurlaub in Bayern als SLR-Ersatz dabei. Kann Sie eine Spiegelreflex komplett ersetzen? Nein, aber man kann mit Ihr trotzdem qualitativ hochwertige Fotos machen und mit ein bisschen „Tuning“ und den
richtigen Accesoires ist sie eine fast perfekte Kamera.

stealthy: optionaler schwarzer Objektivring & schwarzes tape über Canon.

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Dies ist kein Test der Laborergebnisse berücksichtigt. Ich habe auch nicht die Möglichkeit die Kamera mit den Mitbewerbern Ricoh GR D II , Ricoh GX100, Panasonic Lumix LZ2, Leica Digilux 3 bzw. Nikon P5100 (kein RAW) zu vergleichen, die aber auch andere Ansprüche erfüllen wollen. Für umfangreiche Ergebnisse zu diesen Kameras empfehle ich die Seiten von dpreview.com weiter.

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f4.5, 43mm (KB-Äqu.) @ISO 80

Die Haptik:

Die G9 ist hervorragend verarbeitet. Das überwiegend aus Metall gefertigte Gehäuse, fühlt sich extrem solide an. Der hochwertige Eindruck bestätigt sich auch bei den klar definierten Druckpunkten der Bedienelemente. Sehr komfortabel ist auch das rückseitige Scrollrad mit innen liegendem Bestätigungsknopf, dass man schon von den Canon SLR’s kennt. Mit 320g ohne Medien und Akku ist die G9 schwerer als alle anderen „Point & Shoot“ Kameras. Trotzdem ist sie noch leicht genug um bequem in der Hand zu halten, in der Tasche zu tragen oder mit dem mitgelieferten Gurt um den Hals zu hängen; von dem ich mich aber gleich getrennt habe. Ich bevorzuge eine Lederhandschlaufe von Gordy’s Camera Straps.

Ergonomisch gesehen gibt es eigentlich keine Kritikpunkte und nach ein wenig Übung findet man alle Bedienelemente sofort, jedoch lässt sich das Handling mit ein wenig Zubehör extrem steigern und es macht die G9 nebenbei zu einer richtig hübsch ausschauenden Digicam im „Rangefinder-Style“. Dazu gehört der solide aus Metall gefertigte Handgriff in Kombination mit dem „Thumbs Rest“ von Richard Franiec und der Konverteradapterring von Lensmate aus den USA. Mit diesem Zubehör kann man die G9 wie eine Analoge bzw. SLR halten, da durch den Lensmate-Adapter quasi ein Objektiv simuliert wird :-) Ich empfehle jedem die Kamera der Wahl immer im Fachhandel einmal in die Hand zu nehmen, denn jeder Mensch hat andere Hände und ergonomische Anforderungen.

Sehr komfortabel ist die Möglichkeit die ISO-Einstellung sofort mit dem linken Wahlrad auf der Oberseite ändern zu können, ein wie ich finde sehr wichtiger Aspekt, da die ISO-Empfindlichkeit neben Blende und Verschlusszeit die dritte Größe ist (und der Digitalphotographie somit einen Vorteil gegenüber der Analogphotographie gibt!) und so komfortabel nicht einmal von den meisten DSLR’s geboten wird! Dass man mit dem „Func/SET“ Knopf und dem Scrollrad auf alle anderen wichtigen Parameter (wie z.Bsp. Weissabgleich oder Aufnahmeformat RAW) schnell Einfluss nehmen kann ist ebenfalls sehr gut gelöst und bewahrt vor „Klickorgien“ im Standardmenü wie bei einigen anderen Kompaktkameras. Sollte man doch in das Standardmenü müssen, findet man sich dort nach kurzer Einarbeitung auch sehr gut und schnell zurecht. Der Zoomhebel liegt optimal um den Auslöser positioniert, damit kann man schneller reagieren wie mit den sonst oft verbreiteten Zoomwippen. Für mich ist die G9 mit den erwähnten Accessoires ein richtiger Handschmeichler geworden, auch wenn Sie dadurch etwas größer wird. Wer eine Hosentaschenkamera sucht sollte die G9 ohnehin meiden.

Bildkomposition:

Wie alle Kompaktkameras ist die G9 zur Benutzung mit dem Display konzipiert, auch wenn Sie einen optischen Sucher mitbringt. Und hier kommen wir zu einem, wie ich finde zu vernachlässigbarem, Nachteil der G9. Der Sucher ist wie erwartet nichts weiter als ein Notbehelf um Strom zu sparen. Es ist eher ein Guckloch, zwar optisch mit dem Zoom gekoppelt jedoch nicht Parallaxenkorrigiert. Immerhin hat er ein etwas größeres Bild wie sonstige Sucher von Point & Shoot Kameras. Die Bildfeldabdeckung entspricht etwa 85% im Weitwinkel und 80% im Tele. Somit ist eine Bildkomposition mit dem Sucher eher Glückssache. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das hervorragende 3“ Display selbst in der Sonne ausreichend hell ist wenn man in das Standardmenü geht und dort die Displayhelligkeit erhöht. Das Display hat zwei frei konfigurierbare Darstellungsoptionen (u.a. Histogrammanzeige, Gitternetz) und die Option AUS. Ich nutze meist die Einstellung mit Histogramm und Gitternetz. Dadurch habe ich schon vor dem Auslösen eine Belichtungskontrolle und kann die Kamera Horizontkonform ausrichten. Die G9 ist die erste Digitale Kompaktkamera bei der ich keinen Sucher vermisse und doch ist es beruhigend dass ein Sucher vorhanden ist (Der Konverteradapterring von Lensmate verdeckt das Sucherbild jedoch). Ein Bon-Bon ist übrigens die Möglichkeit auf dem Display den Bildbereich im Format 3:2 anzuzeigen. Da die Kamera im 4:3 Format aufnimmt hat man dadurch schon während der Bildkomposition einen Überblick was beim Ausdruck aufs Papier kommt. Genial.

f4.5, 210mm (KB-Äqu.) @ISO 80

Fotografieren:

Der Auslöser der G9 hat klare Druckpunkte. Auch die Positionierung des Auslösers stimmt, man hat die Kamera dabei satt in der Hand und nicht irgendwie nur halbherzig wie viele Kompakte deren Auslöser fast am äußersten rechten Gehäuserand liegt und den Auslösefinger verkrampft.
Was man bei der G9 schnell zu schätzen lernt ist das ausgeklügelte AF-System mit seinen nützlichen Optionen: Frei Wählbarer AF-Punkt, Automatische AF-Punkt Wahl und Gesichtserkennung (mit wählbarem Gesicht).
Blende, Zeit und Belichtungskorrektur sind sehr schnell über die +/- Taste und das Scrollrad einstellbar, die Art der Messung (Mehrfeld, Mittenbetont, Spot) über die S-Taste (frei programmierbar) abzurufen. Man hat also volle Kontrolle über das was die Kamera tun soll. Und was möchte der Fotograf? Blende und Zeit einstellen, ein Histogramm zur Belichtungskontrolle, das ganze übersichtlich und mit gewohnt einfacher und schneller Bedienbarkeit ohne nachdenken zu müssen. All das bietet die G9. Die Auswahl der wichtigen Parameter mit dem Scrollrad und der Visualisierung von Blende bzw. Zeit über eine Laufbandskala im Design eines Analogen Blendenringes ist äußerst gelungen und sehr übersichtlich. Die Auslöseverzögerung der G9 wird von manchen kritisiert, ich schließe mich der Kritik nicht an. Durch die Möglichkeit der zwei Speicherplätze kann man sich ohnehin einen „Fast-Snap-Modus“ einrichten (Manuellen Fokus auf ca. 3m bei Blende 4,5 einstellen) bei dem die G9 schon nach ca. 1,5sec. (inkl. Einschalten!) das erste Bild geschossen hat. Und das leiser (wenn man alle Sounds abgestellt hat) wie eine Leica M. Cool.

f2.8, 35mm (KB-Äqu.), 1/10sec @ISO 400

Das Foto

12MP auf einem 1/1,7“ Sensor. Oft heißt es: die Achillessehne der G9. Meiner Meinung nach stimmt das nur bedingt. In einigen Tests, Foren (z.Bsp. Dpreview) und Besprechungen (z.Bsp. theonlinephotographer) über die G9 ist zu lesen, dass Canon es besser bei den 10MP der G7 belassen hätte, ja manch einer fordert 6MP und die allzu alte Diskussion über „mehr wie 6MP braucht keine Digitale“ (6MPorg) flammt auf. Fakt ist aber: Die G9 ist eine moderne Digitale Kompakt-Kamera mit hervorragenden Stärken, und mir fällt keine Kompaktkamera aus der 6MP-Ära oder davor ein, die so schnell, effizient und unauffällig dem Fotograf alle essentiellen Funktionen in die Hand legt. Aber ein jeder muss selbst entscheiden ob er/sie sich eine Gebrauchte aus dieser „Pre-12MP-Ära“ mit RAW-Format (damals: lange Speicherzeiten, schnell geleerte Akkus, kleine Displays) auf dem Gebrauchtmarkt besorgt, oder die mit nützlicher Technik ausgestattete schnelle G9. Schließlich wird man in aktuellen Produktsortimenten keine 6MP-Kompakte mit professionellem Anspruch finden. Im Fotografen-Alltag sind Geschwindigkeit, RAW-Pufferspeicher, Ausdauer + Displaygröße meistens wichtiger wie die Qualität eines Fotos bei ISO 800 und darüber… Will sagen, diese Vergleiche orientieren sich nicht an aktuellen Möglichkeiten der Rauschunterdrückungstechnologie wie sie die G9 implementiert hat , sondern eher dem Wunsch der Fotografen bis in hohe ISO-Regionen perfekte Bilder zu bekommen. Diesem Wunsch spricht nichts entgegen und ich schließe mich der Meinung an dass bei 12MP auf kleinem Sensor nun endlich mal Schluss sein muss. Das gilt meiner Meinung aber auch für Prosumer DSLR’s. Verglichen mit einer Ricoh Caplio GX (5MP, Tif-Format, identische Sensorgröße) rauscht die G9 ab ISO 400 sogar weniger.

f2.8, 1/15sec, 35mm (KB-Äqu.) @ISO 800 (neat image gefiltert)

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Ich habe die G9 lediglich im RAW-Modus benutzt und die CR2-RAW Dateien mit Silkypix Developer Studio 3 entwickelt. Zusätzlich habe ich zur Rauschunterdrückung Neat Image verwendet. Mit anderen Softwarelösungen dürfte die Beurteilung jedoch ähnlich sein. Eine Aussage über die JPG Bildqualität treffe ich (noch) nicht, da mit dem Rohdatenformat RAW wie bei allen Kameras bessere Ergebnisse erzielt werden.

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Aber was macht nun dieser Sensor? Kurz gesagt: Er macht genau das was zu erwarten ist. Bis ISO 200 völlig brauchbare Fotos „Out of the cam“. Auch ISO 400 geht völlig in Ordnung. Danach rauscht es. Wer nicht größer DIN A 4 druckt, und kein Pixelzähler ist, wird erstaunt sein was sogar ISO 800 (in Verbindung mit NEAT IMAGE) leistet. ISO 1600 oder ISO 3200 (über Szenenprogramm) sind jedoch wirklich nur ausgesprochene Notlösungen! Zaubern kann eine G9 natürlich auch nicht, aber man kann externe Leistungsfähige Blitze über den Hot Shoe anschliessen und sich damit mehr Licht aufs Motiv zaubern.

Eine sehr nützliche Funktion die man im Menü unbedingt aktivieren sollte ist „Intelligent ISO-Shift“. Man findet es zur Aktivierung (über die S-Taste) im Standardmenü. Dabei hebt die G9 wenn nötig die ISO-Zahl im Auto Modus bis zu den sicheren ISO 200 an, sollte ein höherer ISO-Wert erforderlich sein leuchtet die S-Taste blau und nach Druck wird der erforderliche ISO-Wert automatisch ausgewählt. Desweiteren wählt die G9 auch ISO-Werte wie bspw. ISO 125,160 oder 640 automatisch aus. Eine sehr komfortable und nützliche Eigenschaft. Was mir am vorhandenen Rauschen gefällt ist die mehr oder weniger Starke Analoge Anmutung, ähnlich der Filmkörnung (z.Bsp. Ilford HP5).

Benutzt man den RAW-Modus und evtl. zusätzlich Tools wie Neat Image (auch Freeware-Version) hat über das Rauschen perfekte Kontrolle und bekommt wesentlich bessere Ergebnisse wie über die Entwicklung mit der mitgelieferten Canon-Software oder die Aufnahme im komprimierten kamerainternen JPG-Format.

Somit ist die G9 mit Limitierungen auch für die Available Light-Fotografie geeignet, wenn man die Möglichkeit des RAW-Formats und dessen Computerseitige Weiterverarbeitung nutzt. Auch den optischen Bildstabilisator des Objektives habe ich sehr zu schätzen gelernt. Er hilft in „Low Light“- Situationen scharfe Bilder einzufangen.

Ich habe festgestellt dass die Belichtung der G9 meist sehr akkurat ist. Die Belichtungsmessung der G9 weist selbst bei Mischlichtverhältnissen und harten Kontrasten immer noch erstaunlich viel Zeichnung in den dunklen Bildanteilen auf. Ich stelle, wie auch bei meiner DSLR, meist eine Belichtungskorrektur von -1/3 bis -1 ein. Damit habe ich bei der G9 sehr gute Erfahrungen gemacht um bei der Nachbearbeitung mit Silkypix größere Reserven zu haben.

f4.5, 1/400sec, 35mm (KB-Äqu.) @ISO 80

Was die G9 nicht kann

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Zum einen ist da der erwähnte 1/1.7“ Sensor, und wie bei allen Kompaktkameras mit kleinen Sensoren kann man mit der G9 selbst bei weit geöffneter Blende 2.8 kein Detail selektiv freistellen. So etwas wie „bokeh“ gibt es einfach nicht. Lediglich im Makromodus verschwimmt der Hintergrund. Auch für mit offener Blende gemachte Portraits im Telebereich reicht die erzeugte Hintergrundunschärfe aus. Wer „bokeh“ und Schärfentiefe möchte muss zur DSLR und entsprechend lichtstarken Objektiven greifen. Das gilt auch für die High-ISO-Performance. Sorglose ISO 800 oder ISO 1600 wie von der DSLR gewohnt gibt es natürlich auch nicht,genauso wenig wie einen Pentaprismensucher … jedoch….alles in allem ist die G9…

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“alles unter Kontrolle”

…ein richtig gutes Werkzeug

Vor dem Kurzurlaub konnte ich die G9 lediglich wenige Stunden ausprobieren. Ich gebe zu dass es einer kleinen inneren Überwindung bedurfte meine Pentax *istDL (DSLR) zu Hause zu lassen. Auch war ich es gewohnt immer ein paar Kilo Objektive und Equipment mit mir zu schleppen. Schließlich war ich der G9, trotz meiner langen und Zeit- intensiven Recherche und Bildbetrachtung von G9-Bildern im Netz, ein wenig skeptisch eingestellt. Ich stellte mir die Frage: Komme ich wirklich ohne den gewohnten Komfort und der Möglichkeit Objektive den Motivanforderungen entsprechend zu wechseln ohne DSLR aus? Der Leser ahnt es. Die Antwort lautet JA! Mit der G9 auf Exkursion zu gehen ist wesentlich bequemer wenn man unbeschwert reisen möchte oder gar mit Familie und Kindern unterwegs ist. Man spürt oft gar nicht dass man sie dabei hat. Ich habe die G9 im X-Wrap in meine Tagestasche gesteckt, dazu einen Zweitakku, ein SD-Kartenmäppchen und eine Regenschutzhülle. In der Hand baumelte sie lässig an der Strippe oder wurde zeitgleich fest um den Lensmatering mit der Hand umschlossen. Ein Handschmeichler eben, diese G9, und (fast) ein Alleskönner….

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wenns mal regnet. Regenhülle von enjoyyourcamera.